Worms
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Geschichte und Sehenswürdigkeiten
Dom St. Peter
Berühmt ist Worms u.a. durch die Nibelungensage und durch seine unrühmliche Rolle, die es im Fall von Martin Luther gespielt hat.

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An die Nibelungensage erinnert einmal dieser Nibelungen-Brunnen in der Fußgängerzone und einmal das Nibelungenmuseum an und in der Stadtmauer. Mehr Fotos zu Nibelungenmuseum und Fußgängerzone finden sich hier.

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Um etwas über die Geschichte der Stadt Worms zu erfahren, empfiehlt sich das Andreasstift, das ebenfalls an der Stadtmauer liegt, aber an einem anderen Teil nahe Dom st. Peter und Jugendherberge.

Worms
Die Anfänge der Besiedlung des Wormser Raums lassen sich zurück verfolgen bis in die Steinzeit.
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Besonders beliebt waren damals Ketten aus Hirscheckzähnen.


Worms Um Christi Geburt kamen die Römer nach Borbetomagus, wie Worms damals genannt wurde. Der Name ist keltischen Ursprungs.

Zunächst war Worms ein römisches Kastell, das aber mit dem Bau des Limes u.a. am auf der anderen Rheinseite gegenüberliegenden Odenwald gebaut wurde, überflüssig war. So wurde Worms zur römischen Stadt in der Civitas Vangionum, der Region der Vangonier.

Ab dem Jahre 352 wrden die Römer von verschiedenen Germanen bedrängt, die Stadt geht sogar für 5 Jahre in deren besitz über. Nach der Rückeroberung und weiterer Schwierigkeiten mit Germanenstämmen wird 407 ein Bündnis mit ihnen geschlossen, und so sind die letzten Römer, die hier das Römische Reich verteidigen eigentlich Germanen.
Im Jahre 413 schließen die Römer einen Vertrag mit den Burgundern, die bereits 417 das Christentum annehmen. Ihnen obliegt die Verteidigung des Römischen Reiches, was ihnen auch zunächst gelingt. Mit dem Einfall der Hunnen unter Attila ist 451 das Römische Reich in Worms zuende.Die Burgunder in ihrer Blütezeit und der Hunnenkönig Etzel sind der Stoff, aus dem die Nibelungensage mit ihrem unermesslichen im Rhein versenkten Schatz gewebt ist.

Wenden wir uns nun wieder der "realen" Welt zu. Seit 346 ist Worms Bischofssitz und heute noch voller Kirchen.

Worms: Magnuskirche Die älteste Kirche ist die Magnuskirche aus dem 8. Jahrhundert, die einige Umbauten erfahren hat und nach Brand und Zerstörung wieder aufgebaut wurde.

Sie ist die älteste evangelische Kirche Süddeutschlands, und von hier aus wirkten Freunde Martin Luthers und trugen die neue Lehre in den süddeutschen Raum.

Im Hintergrund sieht man den Dom St. Peter und ein Stück der Jugendherberge. Hinter mir befindet sich die Kirche des Andreasstift.


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Im Jahre 1020 verlegte Burchard von Worms das Andreasstift, das bis dahin vor den Stadtmauern gelegen hatte, an diese Platz hier innerhalb der Stadtmauer. Aus- und Umbauten erfolgten im 12. und im 15. Jahrhundert.

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Ab der Säkularisation von 1803 wurden die Räume als Scheune und Fruchthalle genutzt, von 1928 bis 1930 erfolgte der Umbau als Museum. Seitdem nutzt die Stadt Worms das Andreasstift als Museum.

Wenden wir uns nun wieder um und dem Dom St. Peter zu:

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In den Jahren von 1000 bis 1025 ließ Burchard von Worms den Vorgänger des jetzigen Doms St. Peter anstelle von merowingisch-karolingischen Vorgängerbauten auf dem Platz hier bauen, auf dem vorher das römische Forum gestanden hat. Der Neubau des jetzigen Domes stammt aus den Jahren 1130 bis 1181 und wurde auch 1181 geweiht.

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Im Dom befinden sich u.a. ein Modell der Anlage, der Hochaltar von Balthasar Neumann ...

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... und Steinbildreliefs aus dem 14./16. Jahrhundert.

Weitere Fotos siehe auch hier.

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Nachdem Dr. Martin Luther seine 96 Thesen in Wittenberg angeschlagen hatte, hatte er für viel Wirbel gesorgt und wurde zum Reichstag von Kaiser Karl V nach Worms zitiert, wo er seine Thesen widerrufen sollte, was er aber nicht tat. Daraufhin wurde der Reichsbann über ihn ausgesprochen, was bedeutete, dass er als Vogelfreier von jedem getötet werden durfte, ohne dass dieser dafür zur Rechenschaft gezogen werden durfte. Sein Gönner, der Sachsenkönig, ließ ihn auf dem Heimweg überfallen und brachte ihn auf der Wartburg in Thüringen in Sicherheit. Ihm ist im Andreasstift ein ganzes Zimmer geweiht, nahe des Doms steht das größte Lutherdenkmal überhaupt, das ich leider nur in baustellenhafter Verkleidung vorfand..

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Die evangelische Dreifaltigkeitskirche wurde 1709/10 erbaut. Im Inneren ist von barocker Prachtentfaltung allerdings nichts zu sehen, sie ist typisch evangelisch mehr als schlicht.

Noch jünger ist der Wormser Hauptbahnhof.



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